Thursday, April 26, 2007

The Top 10 Ways I am becoming more American

Jessica beschriebe in ihrem Blog ihre 10 Wege, Deutsche zu werden. Also hier sind meine 10 Arten, amerikanisiert zu werden:

1. Ich verlasse das Haus nie ohne mein Auto. Ich koennte zwar in der Nachbarschaft herumgehen. Zu Fuss oder mit dem Rad ist es allerdings nicht sehr sicher unterwegs zu sein.

2. Hat man etwas auf der Bank zu erledigen, macht man dies am besten vom Auto aus. Wieso sollte man denn aussteigen und ein paar Schritte tun, wenn es andersrum auch moeglich ist.

3. Es befindet sich eine Taschentuchschachtel in jedem Zimmer und Auto. Bin ich woanders, verlasse ich mich auf andere, mich mit Taschentuechern zu versorgen, nachdem es hier diese kleinen Taschentuchpackerl nicht gibt.

4. Papier, Plastik und Biomuell kommen alle in den selben Muelleimer. Zumindest recyclen wir Zeitungen und Dosen.

5. 1x pro Woche gibt's Pizza.

6. Meine Kleidung wird immer enger. Natuerlich musste dies am Trockner liegen. Bis ich eines Tages auf die Waage stieg.
Kleine Nebeninformation: fuer meine Altersgruppe bin ich hier noch immer recht schlank. In Oesterreich letzten Sommers zaehlte ich zum Durschnitt. In Slowenien zur selben Zeit schien jede duenner zu sein.

7. Meine Schueler koennen sich nicht mehr alles bei mir erlauben. Im meinem 1. Lehrjahr verstand ich wahrscheinlich nur die Haelfte was sie untereinander sprachen. Eine grossartige Erfahrung! Ich glaube ich lernte mehr Englisch als sie Deutsch.

8. Akronyme. Ich bin ja meist froh wenn ich das verstehe was in normalen Worten mit mir gesprochen wird. Und dann kommt jemand mit FYI und TLC.

9. Der Wetterkanal ist der wichtigste Sender, besonders im Winter. Immerhin kann die alleinige Wettervorhersage auf Schnee schon eine mehrstuendige Verspaetung des Schulbeginns bringen. Bekommen wir dann auch ganze 2 cm Schnee, dann haben wir auf jeden Fall einen schulfreien Tag.

10. An heissen Tagen nehme ich gerne Eiswuerfel in mein Getraenk. Das dies waehrend des Winters nicht so ist, beweist, dass ich doch noch Oesterreicherin bin.


Jessica described in her blog her Top Ten Ways to become German. So I thought about my top 10 ways to become American:

1. I never leave the house without my car. I could walk around the neighborhood, but I wouldn't get very far trying to go shopping by foot or bicycle.

2. While doing some banking stuff, I am sitting in my car. Why walk inside if the other way is also possible?

3. There is a kleenex box in every room and in the car. Being somewhere else, I expect others to provide tissues for me, since I don't have those little handy tissue packets.

4. I throw paper, plastic, and organics all in the same trash bag. However, we do recycle newspapers and cans.

5. I have pizza once a week.

6. My clothes are shrinking. I used to blame the dryer for this. Then I got a scale.
An interesting side note: for my age group I am still kind of skinny. Last summer in Austria I was average. In Slovenia at the same time everybody seemed to be thinner.

7. My students don't get away with everything anymore. In my first year of teaching I probably only understood half of what they were saying to each other. A great experience! I think I learned more English from them than they learned German.

8. Acronyms. Most times I am just happy if I understand people talking in words. Then there is someone talking in FYI and TLC.

9. Watching the weather channel is of high priority especially during winter. After all, the announcement for some chance of snow might already cause a delay. If I am really lucky, there is an inch of snow and I can stay home all day from school.

10. On hot summer days I'm ready to have some ice cubes in my drink. Not wanting this during cold months proofs that I'm still Austrian, too.

Wednesday, April 25, 2007

Privatsphaere - Privacy

C N Heidelberg sprach in ihrem Blog schon viermals (16. Maerz, 11. Feb., 26. Jan., und 18. Jan.) das Schliessen der Tueren in Deutschland an. Dies wird normalerweise sowohl zu Hause als auch im Arbeitsbereich gemacht, ohne viel darueber nachzudenken. Wenn man den Raum verlaesst oder betritt, schliesst man natuerlich auch die Tuer hinter sich. Ich bin das so gewohnt, dass ich manchmal ganz unruhig werde, wenn die Tuer offen bleibt. Ich kann mich dann gar nicht richtig konzentrieren. Ich dachte nie darueber nach, dass dies ein kulturellesr Unterschied sein koennte, bis ich hier zum Unterrichten anfing und die meisten Kollegen ihre Klassentueren waehrend der Stunde offen hielten. Manchmal versuche ich es auch, doch meist schliesse ich dann doch die Tuer. Das Schliessen der Tuer ist mein Zeichen, dass die Stunde beginnt. Das einzige Mal wenn zu Hause bei meinen Eltern die Tueren offen blieben, war an extrem heissen Tagen, damit man wenigstens eine Brise durchs Haus bekommt. Es hilft auch im Winter, die Heizkosten niedriger zu halten. Deutsche Haeuser haben ja normalerweise einen Eingangsbereich mit einer Garderobe, der meist kuehler gehalten wird als der Rest des Hauses. Mir fiel auf, dass man sobald man ein amerikanischen Haeusern betritt, gleich auch im Wohnzimmer ist. Deutschsprachige Menschen haben gern ihre Bereiche abgegrenzt. Das drueckt sich jetzt nicht nur im Schliessen der Tueren aus, sondern dehnt sich auch auf den aeusseren Bereich aus. Fuer die meisten Deutschen ist es seltsam, keinen Zaun rund ums Grundstueck zu haben, der alle moeglichen Leute davon abhaelt, das Grundstuck zu betreten - wie es hier ueblich ist. Die Rolllaeden, die C N Heidelberg in ihren kuerzlichen Eintrag erwaehnte, sind wahrscheinlich eher eine regionale Eigenart, denn ich bin sie ueberhaupt nicht gewohnt. Aber es passt mit dem Bedurfnis nach Privatsphaere.

C N Heidelberg mentioned in her blog already four times (March 16, Feb 11, Jan26, and Jan18) the German habit of keeping doors closed. This is usually done in both homes, and at work. That’s something so normal for me, that I couldn’t imagine it otherwise. If you leave a room or are entering it, you are supposed to close the door behind you. It does still affect me sometimes now in a way that when I am in a room and the door is open I get kind of restless, don’t feel comfortable, and can’t really concentrate on what I am doing. It didn’t occur to me that this could be something cultural until I started working here as a teacher and noticed that many teachers keep their doors during class open. Sometimes I try to leave it open, but most times I fall back. Closing the door is my sign of starting class. The only times my parents kept room doors open at home was during summer with extreme hot days – an attempt to get some breeze through. In winter it does help, to keep the heating costs down. I think it also has to do with the different layouts of houses. German houses usually have an entrance area with a wardrobe, which is also kept cooler than the rest of the house. As soon as you enter an American house, most times you are right in the living room.
Germans in general like to have boundaries of their area. It may just be the room, but it’s also noticeable on the outside of the house: for most Germans it’s kind of weird not having a fence all around the house to protect privacy. They usually don’t like the idea that anybody can just walk through their yard without having to contact them first through a bell on the fence. The shutters which C N Heidelberg mentioned in her recent post have to be something regional. I am not familiar with those at all. But I guess it does fit with the need for privacy for Germans.

Monday, April 23, 2007

Ruhezeiten - Quiet Time

Diesmal nehme ich keinen Blogeintrag als Denkanstoss, sondern unsere Wochenendbeschaeftigung. Endlich ist es bei uns angenehm warm geworden und wir nutzten das schoene Wetter um unseren Garten etwas auf Gleich zubringen. Wir sind nicht die fleissigsten wenn es ums Rasenmaehen geht, daher haben uns meine Schwiegereltern einen neuen Rasenmaeher gekauft, mit der Hoffnung, dass wir nun doch etwas motivierter ans Werk gehen. Nein, Scherz beiseite, sie haben uns den als vorzeitiges Geschenk anlaesslich unseres 5. Hochzeitstages im Sommer besorgt, nachdem wir wirklich einen brauchten. Nachdem wir ihn zusammengebaut hatten, kam mir noch der Gedanke: "Na schade, dass wir jetzt nicht gleich damit beginnen koennen." Wir leben doch in einer dicht besiedelten Gegend, da kann man ja Sonntags nachmittag nicht die Nachbarn mit dem Laerm stoeren, so mein Gedanke und fragte meine Schwiergermama wie das denn hier so geregelt wird. Sie war etwas verwundert, warum ich ueberhaupt frage. Eine Regelung uebers Rasenmaehen wie in Deutschland gibt es hier natuerlich nicht. Meiner Meinung nach, ist das sowieseo unnoetig. Mich wuerde es ueberhaupt nicht stoeren, wenn saemtliche Nachbarn um mich rum am Wochenende ihren Rasen maehen. Es gehoert halt mal gemacht und meist hat man halt nur am Wochenende dazu Zeit. Diese Freiheiten sind auf jeden Fall etwas sehr Angenehmes in diesem Land.

This time there is no other blog entry as Food for Thoughts, but our weekend work. It finally got warm enough to enjoy the beautiful weather outside and to have some work done in our yard. We are not the hardest working people when it comes to mowing the lawn. That's why my in-laws got us a new lawn mower, with the hope, that we will be more motivated now. No, just kidding. They bought us this one as an early present for our 5th anniversary this summer and because we really needed one. Right after we put it together I was thinking: "Too bad that we can't use it right now." We are living in a quite densely populated neighborhood. "We can't disturb our neighbors with that noise", so my thoughts. Therefore I asked my mother-in-law how this is regulated here. She seemed a little surprised at this question. Of course, there are no noise regulations here like in Germany - or Austria (English Computer Translation here). I should have known better. In my opinion that's completely unnecessary anyway. I wouldn't mind at all if all our neighbors would mow their lawn every weekend. It needs to be done at one point and most people have only then time for it. Those liberties are definitely something I like in this country.

Saturday, April 21, 2007

How are you doing und Auf Wiedersehen

Nach dem Lesen von Claire's US Culture Tour begann ich ueber ihren 6. Beitrag nachzudenken. Sie sprach das belanglose Geplauder bei den Kassen in Geschaeften an, das sie in Deutschland vermisst. Ich bin draufgekommen, dass obwohl ich hier jetzt schon seit vier Jahren lebe, reisst es mich manchmal noch immer wenn man versucht mich bei den Kassen in Gespraechen zu verwickeln. Ich weiss schon, ich muss ja nicht unbedingt darauf eingehen, aber ich moechte ja auch nicht unhoeflich sein. Ich weiss jetzt noch, wie schwer es fuer mich anfangs war, auf die einfach Frage " Wie geht's?" wenn man in ein Geschaeft kommt eine Antwort zu geben. Ich hatte keine Probleme mit der Frage wenn ich dies von Bekannten gefragt wurde, aber von Fremden in Geschaeften? Und was macht eine Oesterreicherin mit der Begruessung "Hey, honey?" Da ist ja nicht mal eine gute deutsche Uebersetzung moeglich. Man kann sich nur vorstellen wie erleichtert ich war, dass dies meist von aelteren Kassierinnen gefragt wurde und nicht von jungen Maenner, die es auf mich abgesehen hatten.
Ich stimme mit Claire ueberein, dass die Leute im allgemeinen hier meist freundlicher sind als in Oesterreich. Mir gefaellt es, wenn die Leute zumindest versuchen, nett zu sein. Mir ist es egal, ob das aufrichtig gemeint ist oder nicht. Hauptsache ist, ich fuehle mich hier willkommen geheissen - im Gegensatz wie manchmal Auslaender in deutschsprachigen Laendern behandelt werden. Aber Deutsche haben auch ihre Version von Small-talk. Mein Mann (Sek) konnte einfach nicht verstehen, warum man mit einem "Auf Wiedersehen" beim Verlassen eines Geschaeftes in Oesterreich erwartet wurde, wenn man doch gar nicht die Absicht hatte, dieses Geschaeft jemals wieder aufzusuchen, nachdem sie ein dermassen schlechtes Kundenservice hatten.

After reading Claire's US Culture Tour I started thinking about her # 6 entry - Mindless chit-chat with the check-out lady (the German thinks this is stupid, I call it being friendly). I realized that after living here for four years I am sometimes still startled about having to have a conversation about this and that in the grocery store. I know I don't have to, but I don't want to be rude either, so most times I end up giving in. I remember right in the beginning when I came over here that even a simple "How are you doing" while entering a store made me loose my tongue. I knew how to answer that question when I met people I know, but strangers in a store? And what does an Austrian do with the greeting "Hey honey"? You can only imagine how relieved I was to find out that most times this was coming from an elderly female cashier and not a young guy trying to hit on me.
I have to agree with Claire's opinion that people in the US are generally friendlier than Austrians. I really do like this fact that people are at least trying to be nice. I don't really care if it's a fake friendliness or real. It does make me feel welcome in the country - opposed to how foreigners are often treated in German speaking countries. But also Germans have their version of small talk in stores. It drove my husband (Sek) insane, that while leaving a store in Austria you are expected to say "Auf Wiedersehen", even if you have no intention at all to ever visit that store again due to their lack of customer service.

Thursday, April 19, 2007

Zu kalt oder zu warm? - Too cold or too warm?

Blythe sprach in ihrem neulichen Beitrag kulturelle Unterschiede bezueglich Temperaturen an. Im Allgemeinen bevorzugen Deutsche warme Dinge: warme Raeume, warme Getraenke, warme Kleidung, etc.. Es war recht interessant herauszufinden, dass das Anziehen dem Wetter zufolge nach ein recht grosses Thema fuer Amerikaner in Deutschland ist. Eines, was mich aber hier noch immer ueberrascht ist wie sehr viele Leute dem Wetter gegenueber ignorant sind. Warum tragen die meisten Teenager nur kurze Hosen und T-Shirts im Winter? Immerhin friert und schneit es bei uns auch. Mir fiel auch auf, dass auch viele Frauen ohne Strumphosen im Winter rumlaufen, auch wenn sei Roecke anhaben. Allerdings gibts dann aber auch solche, die auch im heissesten Sommer mit fast 40 Grad Strumpfhosen tragen, denn man kann ja nicht die "nackten Beine" zeigen.
Es war recht lustig die Kommentare ueber Kinder mit deutschen Wollstrumpfhosen zu lesen. Ich dachte immer das sei eines der normalsten Dinge. Jetzt kenn ich auch den Grund, warum es hier so schwer ist, diese dicken Strumpfhosen fuer Erwachsene zu bekommen. Eines Jahres schickte mir meine Mama ein Packet voll mit denen, fuer die ich jetzt noch jeden Winter dankbar bin. Ich denke der Grund solche zu tragen, ist die Meinung, dass wenn Beine und Fuesse warm sind, dann ist der ganze Koerper warm. Warum soll den Kindern kalt sein? Wahrscheinlich schockiere ich jetzt ein paar Leser, aber meist laufen die Kinder in den warmen Raeumen nur mit den Strumphosen, ohne Hose oder Rock, herum. Das Gleiche gilt dann auch fuer die Kopfbedeckungen: man geht doch nicht ohne Kopfbedeckung aus dem Haus, falls es kuehl und windig ist. Die meisten Kleinkinder tragen hier keine, nur um dann Ohrinfektionen zu bekommen. Als ob das dann Sinn macht.
Ein Aspekt, womit ich mit den meisten Amerikanern wohl uebereinstimme: man gewohnt sich hier sehr schnell an Klimaanlagen. Es ist erstaunlich, wie sehr ich jetzt im Sommer "leide" wenn ich zu Besuch nach Hause fahre. Es scheint, wenn man ohne Klimaanlage aufwaechst, dann macht es einem nicht soviel aus, in den heissen Geschaeften und oeffentlichen Verkehrsmitteln zu sein.

Blythe discussed in a recent post cultural differences when it comes to temperatures. Germans in general prefer everything warm: warm rooms, warm drinks, warm clothing, etc... It was really interesting to find out that dressing accordingly the weather seems to be such a big issue with Americans living in Germany. One thing which still surprises me in the US is how lots of people are ignoring the weather when it comes to choosing the clothes for the day. Why do most teenagers wear only shorts and T-shirts in winter? I mean we do have freezing temperatures and snow here. I also noticed that lots of women are barelegged even with chilly temperatures, just to wear panty hoses during the hottest summer months. It was really funny to read the comments about those Strumpfhosen German kids are wearing. I always thought that was one of the most normal things to do. As long the kids are very young, both girls and boys usually wear them. I think by the time they start going to school it is mostly girls only wearing them. Now I know the reason why I could not find that many woolen panty hoses in the stores here for women. One year I had my Mom send me a whole package with them, for which I am still thankful every winter. I think the reason for wearing those is the believe if you have warm feet and legs, then your whole body will feel warm. Why would you want your kids to be cold all the time? To shock some of you, if the rooms are warm enough then very small kids often run around just in those without pants or skirts;) It's the same with head coverings for small kids - not too many are wearing any on windy, chilly days here. Just to get earinfections? What's the sense of that? One thing I probably agree on with most Americans: I got used to air-conditioned rooms pretty quickly. It is amazing how much I am suffering now going back home during summer. It seems when growing up without air-conditioning being in extremely hot stores, buses, trains, or undergrounds is more bearable.