Nach einer kurzen Blogpause bin ich wieder da. Ich genoss die letzten Wochen meiner Ferien mit regelrechtem Faulenzen. Jetzt, wo es wieder heisst frueh aufzustehen und sich fuer die Arbeit fertig zu machen, kommt auch wieder der Moment, wo ich unschluessig vor dem Kleiderschrank stehe und ueberlege, was ich wohl anziehen soll. Gewisse Kleiderordnungen muessen dabei natuerlich auch beachtet werden. In Oesterreich kam mir das doch etwas einfacher vor: sobald man aus dem Haus ging, hiess es, sich ordentlich anzuziehen. Das hat man vom Kindesalter an einfach mitbekommen. Es haengt natuerlich auch ab, ob man nur einkaufen geht oder doch in die Schule oder Arbeit muss. Man braucht vom Arbeitsgeber jedoch keine offizielle Kleiderordnung, die genau regelt, was erlaubt ist und was nicht. Man weiss es einfach. Es gab auch keine Kleiderordnung in meiner Schule. Vielleicht haengt das auch mit der damaligen Mode zusammen - Traegerleiberl waren einfach noch nicht in grosser Mode. Es kann natuerlich sein, dass sich das daher mit den Regeln in der Zwischenzeit auch dort geaendert hat.
Hier scheint es, als ob der Arbeitnehmer ohne festgelegte Richtlinien nicht weiss, was sich schickt oder nicht. In meinem Fall haben wir "casual Fridays", d.h. an Freitagen braucht man nicht aufgeputzt zur Arbeit erscheinen. Zwanglose Geschaeftskleidung ist dann angesagt. Jeans sind dann akzeptabel. Meist gepaart mit einem Polo-Shirt oder T-Shirt mit dem Schul/Arbeitslogo. Manchmal muss man allerdings 1$/Freitag zahlen, um eben Jeans tragen zu duerfen, der dann fuer einen guten Zweck verwendet wird. Auch an Arbeitstagen fuer Lehrer, wo die Schueler zu Hause sind, geht es eher bequemer zu - allerdings nicht ohne vorher informiert zu werden, was nun eigentlich erlaubt ist. Jeans, ja - falls sie nicht zu eng sind, nicht auseinanderfallen, etc.. Da vergehen oft mehrere Tage wo emails hin-und-her geschickt werden, wie man sich nun zu kleiden hat.
Besonders anfangs kam ich mir oft overdressed vor. Ich bin zwar nicht dauernd im Kostuem rumgelaufen, aber verglichen mit anderen Leuten war ich doch etwas anders gekleidet. Mittlerweile habe ich gelernt, mich etwas anzupassen. Manchmal frage ich mich aber doch noch, wie es manchen Leuten wirklich so egal sein kann, wie sie nun in der Oeffentlichkeit gekleidet sind.
I am back again after a short blogging break. The last few weeks I enjoyed the rest of my vaccation being very lazy. Now comes the moment when I have to get up earlier again and get ready for work, that I stand in front of the closet, not knowing what to wear. A certain dress code needs to be considered as well. This seemed to be easier in Austria: as soon as you left the house, you were dressed properly. You already learned that as young child. It depends also there if you just go shopping or if you go to work. However, you don't need guidelines from your employer to know what is allowed and what is not. You just knew it. There was also no dress code in school. Maybe that's connected with the respective fashion style: tank tops were just not that common back then. Maybe that changed there now too and students have to follow a dress code. Here it seems that the employee doesn't know what to wear without having any guidelines. There are casual fridays in my school, which means you don't have to be dressed up in business clothes. "Casual business" with jeans and the school/work-shirt is fine then. Sometimes you have to pay $!/friday to wear jeans, which goes to a good cause. Also on teacher workdays you can dress more casually. Jeans yes, as long as they are not too tight or falling apart, etc. Sometimes there are many emails sent back and forth with explanations what "casuall business" actually means.Especially in the beginning I felt often overdressed. I didn't run around in a suit all the time, but I was different than a lot of people. In the meantime I learned to adjust a little bit. Sometimes I am still wondering though how some people really don't seem to care how they are dressed in public.