Monday, February 11, 2008

Post - mail

Ich habe gerade gelesen, dass das Porto in ein paar Monaten wiedereinmal erhoeht wird. Verglichen mit Europa sind die Briefmarken hier ja sehr guenstig. Auch hat man eine relativ grosse Auswahlmoeglicheiten an Motiven. Trotzdem kommt es mir vor, als ob die Tarife dauernd erhoeht werden. Kaum besorgt man sich Marken mit dem passenden Porto, wird es schon wieder erhoeht. Als ich vor 5 Jahren hierhergekommen bin, hat ein "normaler" Brief ins Inland 37 cent gekostet. Im Mai soll es dann schon 42 cent sein. Fuer Auslandsmarken habe ich Anfangs, glaube ich, so um die 78 cent bezahlt. Mittlerweile sind es 90. Bei Kai habe ich in der Zwischenzeit (ich schreibe mittlerweile schon seit zwei Tagen hier herum) gelesen, dass es auf 94 cent erhoeht wird. Zumindest gibt es seit letztem Jahr die Moeglichkeit, Marken zu kaufen, die "fuer immer" gelten. Es steht kein Preis drauf und man kann sie fuer immer verwenden. Wenn man sie kauft, muss man den jeweiligen Preis dafuer bezahlen. Verbraucht man aber nicht viele, kann man theoretisch nach Jahren noch immer dieselben verwenden, die man eben vor einiger Zeit billiger bekommen hat als wenn man sie jetzt neu kaufen muesste. Zum Vergleich: ein Inlandsbrief in Oesterreich kostet momentan E0,55. Fuer einen Brief in die USA wird man aber gleich E1,40 los.

Mir kommt es fast so vor, als ob Leute hier mehr Briefmarken brauchen - trotz moderner Medien. Warum? Mir fallen hauptsaechlich zwei Gruende dafuer ein: es gibt hier keine Erlagscheine. Wenn man eine Rechnung bekommt, bezahlt man sie entweder mit Kreditkarte (oder online) oder eben mit Scheck, was hier noch immer eine sehr haeufige Zahlungsweise ist. Um also Rechnungen zu bezahlen, werden Schecks mit normaler Post weggeschickt - wofuer man eben eine Briefmarke braucht. Der zweite Grund sind die zahlreichen Grusskarten. Zu jedem nur erdenklichen Anlass gibt es unzaehlige Grusskarten - mit der passenden Anrede schon vorbeschriftet und auch innen passend mit Text - man braucht also nur mehr unterschreiben. Kaum ist ein Feiertag vorbei, gibt es schon den naechsten Anlass. Auch fuer diese braucht man natuerlich Porto. Um jetzt nicht jeden Tag zum Postamt laufen zu muessen, gibt es hier die praktische Angewohnheit, die mit Briefmarken versehenen Briefe und Rechnungen in den eigenen Briefkasten zu legen. Eine daran angebrachte rote Fahne wird aufgestellt um dem Brieftraeger zu signalisieren, dass etwas mitgenommen werden muss. Und dann geht die Post schon ab.

I just read that the postage rate is going to increase again in a couple months. Compared to Europe, stamps are much cheaper here. The design selection is much larger as well. Nevertheless it seems as if the prices are going up as soon as you got a batch of new stamps. When I arrived here 5 years ago, a "normal" letter within the US was 37 cents. In May it will already be at 42 cent. Stamps to Austria were, I believe, 78 cent 5 years ago. I just read in Kai's post (it takes me already two days to write this post) that they will be up at 94 cent.
Since last year there is at least the possibility to buy "forever stamps", which are good forever. You buy them for the current price and if you don't need a lot you can still use them for years later. A comparison: if you send a "normal" letter in Austria, you pay E0.55. For sending one to the US it's already E1.40. If you had up the current $-Euro value, it's even worse.

It almost seems to me that more people here use stamps - especially when you consider the use of emails nowadays. Why? I guess there are mainly two reasons: most Austrians pay their bills with a "transfer form". You go to the bank, fill out a little paper and get the money transferred. Checks are very uncommon over there. A lot of people in the US still pay their bills with checks, or online (credit card). The second reason is the incredible amount of greeting cards available. You can find one for every celebration, already with the fitting "title" and even a nice text inside. All that is left to do is sign the card. To avoid running to the postoffice every single time when you need to send a bill or other mail, you just put the letters with correct stamps in your mailbox. Put the attached red flag up to let the postman know that you have something to take with him.

6 comments:

Jul said...

When I lived in Germany in the 90s, it was cheaper to send a letter from the US to Germany than to mail something domestically in Germany. I found that amusing. :)

These days I don't know the price of a stamp in any country.

Maria said...

One interesting thing that I found was that it was considerably cheaper to mail a letter from France to the US than Germany to the US. I stopped mailing so many cards to friends and family from Germany (relative to when we were in France) due to the high cost!

That being said, I think the USPS needs to stop sponsoring athletes. Undoubtedly, the use of email (rather than post) is influencing the price, because fewer letters/cards are being mailed (supposedly).

Oh, and I wish the US would go to the transfer slips. In Germany, we could pay our bills online with minimal effort...and even transfer money between our account there and the US...without writing a check or going to the bank. I loved it!

Kim and Victoria said...

Are greeting cards not common in Europe? Seems as if they are everywhere here, for everything. We didn't buy them much so far this year; too expensive.

Bek said...

Victoria: There are greeting cards in Germany, but they are more general. You won't find a birthdaycard specifically for the husband, daughter, brother, niece, in-laws, etc...

Gitta said...

Mit der Post bin ich momentan auf Kriegsfuss,man muss sich wirklich gut ueberlegen,Post sprich Paeckchen zu schicken,Manchmal ist das Porto teurer als der Inhalt des Paeckchens,vor allem wenns ins Ausland geht!!Denn wenn Wertgegenstaende drinnen sind muss man sie ja noch versichern.
Mir ist sogar schon mal passiert ,dass Schokolade die ich schickte "angebissen" war.....Wahrscheinlich hatte irgend jemand "Oberpostzollamtlich"die Geniessbarkeit zu pruefen:----smile
herzliche Gruesse T.Gitta

Brigitte said...

Ich lebe in Bayern, genauer gesagt, in Bayrisch-Schwaben, zwischen Stuttgart und München. Die Post ist dazu übergegangen, auch in kleinen Städten, die Poststellen zu schließen, sodass es in Läden entweder Postagenturen gibt, oder vor der einzigen Poststelle in der Stadt immer eine Schlange. Und so spare ich mir nach Möglichkeit den Gang zur Post, und sende mails, oder telefoniere über das Internet mit Verwandten und Freunden in der ganzen Welt, es ist viel billiger. Abgesehen davon, das Porto ist teuer! Meinen Verwandten in Australien habe ich immer gerne ein Päckchen zu Geburtstagen und Weihnachten gesandt, mittlerweile kostet das Porto dazu an die 30 €. Nun schicken wir uns nur noch zu ganz besonderen Gelegenheiten ein Päckchen. Ich würde gerne Briefe schreiben, aber schon die Warterei macht einen krank. LG, Brigitte