Monday, December 3, 2007

Namenstage - Namedays

Namenstage sind etwas, die hier eher unbekannt sind, obwohl es doch einige gibt, von denen viele Leute zumindest gehoert haben. Allerdings ist es dann fast ein oeffentliches Ereignis (Patrickstag), und nicht etwas Persoenliches wie ein Geburtstag. In meiner Familie war es ueblich, sich eine Kleinigkeit zum Namenstag zu geben. Ich muss aber zugeben, dass ich den Vorteil hatte, einen "beruehmten" Namenstag zu haben, an den man sich leicht erinnerte. Besonders in der ersten Dezemberwoche gibt es ein paar sehr Bekannte":

4. Dezember: Heilige Barbara
Der haeufiste Brauch ist wohl Kirschzweige oder andere Fruehlingsbluehnde Zweige abzuschneiden und in einer Vase einzufrischen. Sie sollten dann gerade so zu Weihnachten bluehen. Je nachdem ob und wieviele Blueten sie haben, steht dann eine Hochzeit im naechsten Jahr an.

6. Dezember: Heiliger Nikolaus
Viele Amerikaner haben zumindest davon gehoert und verwechseln es jedoch mit Weihnachten. Hauptsaechlich fuer Kinder, die am Vorabend die Stiefel hinausstellen und Suessigkeiten bekommen falls sie brav waren oder eben die Rute oder Kohlen vom Krampus oder werden gar im grossen Korb weggetragen falls sie schlimm waren (oder die Stiefel nicht geputzt sind:). In jedem Dorf gibt es meist Leute, die sich so verkleiden und Hausbesuche zu den kleinen Kindern machen. Wo ich aufgewachsen bin, gibt es Krampus- und Nikolausumzuege. Krampus ist der Begleiter, mit dem man versucht, die Kinder einzuschuechtern. Manchmal sind diese Krampuslaeufe jedoch mehr fuer Erwachsene, vor allem wenn dann doch ein paar Schlaege ausgeteilt werden.

Die Fotos sind schon vor 5 Jahren gemacht, als ich noch in Oesterreich wohnte. Ich bin draufgekommen, dass die Qualitaet besser ist, sie mit der Digikamera zu fotografieren anstatt einzuscannen.

Namedays are not very well known here, although many people have at least heard about them (Patrick's Day). But then they are more public events instead of private celebrations like birthdays. In my family it was custom to give each other little gifts (sweets) for namesday. I have to admit that I had the advantage of having a 'famous" patron of saint which people usually didn't forget. Especially in December there are a few of those well-known ones:

December 4: Saint Barbara
The most common custom is to cut cherry branches or other branches which bloom in spring and to put them in a vase. They should bloom right around Christmastime then. Depending on if and how many blooms there are someone in the family will get married the next year.

December 6: Saint Nikolaus
Many Americans have at least heard about this one, but then they confuse it with Christmas. Nikolausday is mainly for the kids who put their boots outside the evening before. If they behaved all year long they will get some treats from Nikolaus. If not, then his companion "Krampus" (= Austrian name for him) will bring them coals, spank them or take them away in his big basket (only threats!). People dress up like them and make housevisits to little kids. Since they think they are real, those threats usually work.
Lots of cities have Krampusruns, where large groups dress up as Krampusse. They usually look like the devil: horns, red face, black fur. Those runs are more for the adult, who might get hit by their birches.

The pictures are from 5 years ago when I still lived in Austria. I noticed that the quality is better if you take a digital picture of them instead of scanning them in.

5 comments:

Martina said...

Mein Namenstag ist der 11.11., St. Martin, extra für mich laufen dann die Kinder mit Laternen durch's Dorf und singen Lieder ;-)

Wurzerl said...

Interessant am Namenstag finde ich, daß es früher der wichtigere Tag zum Feiern war im katholischen Raum, da war der Geburtstag nicht so wichtig.
Und davor war es eigentlich üblich, dem Neugeborenen den Namen des Heiligen zu geben, der am Tag der Geburt seinen Namenstag feierte.
Lieber Gruß vom Wurzerl

Kim and Victoria said...

My relatives in France always celebrate their "name days". Sort of like a mini-birthday, I think.
The Krampusse looks very interesting!

Kevin said...

Genau dieses Problem haben die Schüler, die ich unterrichte. Manche trauen sich einfach nicht, loszureden, ohne einen Satz zuerst auf Deutsch ausgedacht und übersetzt zu haben. Andere können diese Hürde einfach nicht nehmen und wissen nicht, wie sie die nehmen können.

Ich habe schon wiztige Satzbauten gehört, aber mir fällt auch nichts ein.

Ein anderes Problem, das ich mit den Schülern habe, ist, dass sie viel Angst vor Fehlern haben. Ich will die Schüler korriegieren, weil sie sonst die Fehler immer wieder machen würden, aber ich will die Schüler nicht entmutigen, weil sie dann überhaupt nichts mehr reden würden.

Es ist ja sehr schwer, diese Balance zu finden.

Kevin said...

PS: Maybe some of your students would be interested in the program I'm doing. It's a full scholarship to spend a year in Germany. There's no required level of German beforehand but it certainly helps. www.usagermanyscholarship.org